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4 Trends bei der Legacy-Modernisierung in Enterprise-Unternehmen
Carolina Lemos 08. März 2024 • 4 Min. Lesezeit
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Eines der häufigsten Hindernisse auf dem Weg zur digitalen Transformation sind Legacy-Applikationen, die den Anforderungen eines Unternehmens nicht mehr genügen. Die Applikationen basieren meist auf veralteter Technologie, die nicht mit modernen Standards kompatibel ist. Zudem ist ihre Skalierung und Instandhaltung oft schwierig und kostspielig – und sie sind anfälliger für Cyberangriffe.
Mit einem Rip-and-Replace-Ansatz riskiert man bei diesen Systemen Unterbrechungen und den Verlust von Daten. Auf der anderen Seite ist eine Neuerstellung oder ein Refactoring mit traditionellen Entwicklungsmethoden ein langwieriger Prozess, der die Umsetzung moderner Geschäftsstrategien erheblich verzögern kann.
Allerdings haben Unternehmen heute durchaus Möglichkeiten jenseits dieser beiden Alternativen. Es gibt vier Modernisierungstrends, die zunehmend einflussreicher werden: Cloud-Migration und cloudnative Entwicklung, DevOps, Künstliche Intelligenz (KI) und Low-Code-Entwicklung. In diesem Post schauen wir uns die Trends und Strategien im Bereich Legacy-Modernisierung an, die Sie beim Umgang mit Transformationsrisiken berücksichtigen sollten.
Warum sollten Sie Legacy-Systeme überhaupt modernisieren?
Das ist eine berechtigte Frage. Wozu die ganze Mühe, wenn Ihre aktuellen Systeme doch noch „gut genug“ sind?
Zum einen kann eine veraltete oder überholte Technologie Veränderungen und Innovationen aufhalten oder verhindern. Durch eine Modernisierung von Legacy-Systemen können Unternehmen dagegen schneller, besser, leistungsstärker und „lean“ agieren. So können sie sich an technologische Entwicklungen und neue Kundenerwartungen anpassen – und zugleich die operative Effizienz steigern und für robuste Sicherheit sorgen.
Bei einer ausbleibenden Modernisierung entstehen zudem technische Schulden, d. h. langfristige Kosten für vermeintliche Abkürzungen bei der Entwicklung des Legacy-Systems. Das Ergebnis ist eine Anhäufung von schlecht konzipiertem und schwer zu wartendem Code im Laufe der Zeit. Diese Schulden erhöhen sich, wenn ein Legacy-Asset über seine wertschöpfende Lebensdauer hinaus genutzt wird und zur Altlast wird. Technische Schulden erhöhen das Risiko, dass ganze Geschäftsfunktionen ins Straucheln geraten, wenn diese Technologie irgendwann ausfällt.
Eine Applikationsmodernisierung schafft die Flexibilität und Agilität, die erforderlich ist, um IT-Technologien und Geschäftsanforderungen auf eine Linie zu bringen. Kontinuierliche Neuinvestitionen in moderne Technologie schützen das Unternehmen vor kostspieligen Ausfallzeiten. Sie können den Umsatz steigern, Risiken und technische Schulden reduzieren sowie Innovationen fördern.
Wann und wie sollten Legacy-Systeme modernisiert werden?
Unternehmen halten aus mehreren Gründe an ihren Legacy-Systemen fest. Dazu zählen die hohen Vorlaufkosten für die Migration, ein Mangel an internen Entwicklungskapazitäten und -fertigkeiten sowie die Befürchtung, dass Veränderungen die gewohnten Abläufe im Unternehmens stören. In den meisten Fällen besteht das eigentliche Risiko jedoch nicht in der Modernisierung.
Wie gehen Sie also am besten vor? Beginnen Sie mit einer Roadmap mit Maßnahmen gegen die zu hohen Gesamtbetriebskosten (TCO), die zu komplexe Technologie oder die eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit.
Hier ist ein grober Überblick über die fünf Schritte, die Sie beim Erstellen Ihrer Roadmap für die Legacy-Modernisierung befolgen sollten:
- Nutzen Sie Daten, um Entscheidungen rund um die Implementierung der Digitalisierung zu treffen, Disziplin zu fördern und Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs zu vermeiden.
- Erstellen Sie eine Roadmap für die Integration neuer Technologien und die Reduzierung technischer Schulden, die überzeugend, inkrementell und überschaubar ist.
- Identifizieren Sie Ergebnisse und kommunizieren Sie sie an das Unternehmen.
- Finden Sie inkrementelle Gewinne, die über einen Schneeballeffekt Momentum erzeugen und so zur Unterstützung Ihrer langfristigen Strategie beitragen.
- Bereiten Sie Ihr Team darauf vor, dass für die Modernisierung Ihrer Legacy-Systeme und die Optimierung Ihrer Geschäftsprozesse Technologien wie cloudnative Entwicklung, DevOps, KI und Low-Code eingeführt werden.
Trends bei der Legacy-Modernisierung, die Sie kennen sollten
Schauen wir uns nun vier Trends im Bereich Legacy-Modernisierung an, die Ihnen bei der Gestaltung Ihrer Modernisierungsstrategie helfen können.
1. Cloud-Migration und cloudnative Entwicklung
Durch die Migration von Legacy-Applikationen in die Cloud erhalten Sie sofortigen Zugriff auf Vorteile wie Skalierbarkeit und nutzungsbasierte Preisstrukturen. Der eigentliche Weg zur Modernisierung führt jedoch über die cloudnative Entwicklung mit Microservices, Containerisierung, Container-Orchestrierung (Kubernetes) und anderen Technologien. Auf diese Weise erstellen Sie Applikationen, die speziell für die Cloud konzipiert sind. Auch Gartner prognostiziert, dass cloudnative Plattformen aufgrund ihrer Flexibilität, Zuverlässigkeit und Effizienz bis 2028 als Grundlage für mehr als 95% der neuen digitalen Initiativen dienen. Zum Vergleich: 2023 waren es noch weniger als 50%.
2. DevOps
DevOps beschleunigt die Bereitstellung qualitativ hochwertigerer Software, indem es die Arbeit von Entwicklungs- und IT-Betriebsteams automatisiert und integriert. DevOps-Methoden fördern eine Kultur der kontinuierlichen Integration und kontinuierlichen Bereitstellung (CI/CD), Automatisierung und Zusammenarbeit. Dadurch spielen sie eine wichtige Rolle bei der Modernisierung von Legacy-Applikationen und sorgen zugleich für eine Risikoreduzierung und Qualitätsverbesserung.
3. Künstliche Intelligenz
Durch die Automatisierung von Codeanalysen, Tests und Leistungsmodernisierungen verändert Künstliche Intelligenz (KI) die Art und Weise, wie Entwickler Applikationen erstellen und aktualisieren – und beschleunigt die Legacy-Modernisierung. KI-gesteuerte Tools ermöglichen eine reibungslosere und schnellere Übergangsphase, indem sie den Modernisierungsprozess optimieren, manuelle Arbeitsschritte reduzieren und die Genauigkeit erhöhen. Nicht zuletzt unterstützt KI auch die Entwicklung cloudnativer Applikationen, die die Produktivität steigern und Benutzererlebnisse verbessern.
4. Low-Code-Entwicklung
Wie KI sorgt auch Low-Code-Entwicklung für einen schnelleren und effizienteren Modernisierungsprozess, unabhängig davon, ob Sie cloudnative Applikationen von Grund auf neu erstellen oder ein Refactoring durchführen. Die richtige Low-Code-Entwicklungsplattform unterstützt zugleich auch die anderen Trends, indem sie cloudnative Entwicklung, DevOps-Praktiken und KI-gestützte Automatisierung des gesamten Entwicklungslebenszyklus ermöglicht. Zudem bietet Low-Code einen schrittweisen und modularen Ansatz für die Legacy-Modernisierung, der Best Practices und Governance durchsetzt und so Risiken und Unterbrechungen verringert. Gartner prognostiziert, dass bis 2025 70% der neuen Applikationen, die von Unternehmen entwickelt werden, Low-Code- oder No-Code-Technologien verwenden – gegenüber weniger als 25% im Jahr 2020.
Nutzen Sie Trends im Bereich der Legacy-Modernisierung mit OutSystems
Mit der Low-Code-Plattform von OutSystems können Unternehmen diese Trends nutzen und Legacy-Systeme auf folgende Weisen modernisieren:
- Erweitern Sie Core-Systeme mit neuen Benutzeroberflächen, um einzigartige Geschäftsprozesse zu unterstützen.
- Refaktorieren Sie einzelne Komponenten von Applikationen, um eine flexible Grundlage für Innovationen zu schaffen.
- Erstellen Sie Legacy-Applikationen neu oder entwickeln Sie neue Core-Systeme mit einer sicheren und robusten cloudnativen Architektur.
Mit OutSystems können Unternehmen technische Schulden risikolos reduzieren, die Datenzugänglichkeit verbessern und die Wertschöpfung beschleunigen. Und noch besser: Mit OutSystems können Sie schneller modernisieren – mit Ihrem bestehenden Team.

Sie brauchen noch mehr gute Gründe? Erfahren Sie, wie 7 Unternehmen ihre Legacy-Systeme mit OutSystems erfolgreich modernisiert haben.
Carolina Lemos
Carolina Lemos ist bekannt dafür, immer wieder innovative Lösungen auf den Markt zu bringen. Bei OutSystems ist sie für das Go-to-Marketing im Bereich Legacy-Modernisierung und bestimmte Branchen zuständig. Zuvor war sie als Product Marketing Manager bei TalkDesk und als Market Research Specialist bei Unbabel tätig. Ihre umfangreiche Erfahrung in der Durchführung von Marktforschung sowie Kunden- und Wettbewerbsanalysen bringt sie nun ein, um die Bedürfnisse der Kunden von OutSystems zu verstehen.
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