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3 Ansätze für Ihre Strategie zur Applikationsmodernisierung
Tony Ollivier 09. April 2024 • 6 Min. Lesezeit
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„Das Alte wird wieder modern“ mag bei manchen Dingen zutreffen – im Hinblick auf Technologie aber definitiv nicht. Niemand weißt dies besser als Unternehmen, die heute Legacy-Systeme betreiben, die vor 10 Jahren auf dem neuesten Stand der Technik waren. Lotus Notes und andere On-Premises-Systeme waren damals die erste Wahl. Heute aber können sie nicht mehr mit Produkten Schritt halten, die für die aktuelle Cloud-Native-, Mobile-First- und AI-Everything-Welt entwickelt wurden.
Sollte sich also jedes Unternehmen von seiner aktuellen Technologie trennen und sie durch den nächsten Trend ersetzen? Vielleicht in einer perfekten Welt mit 100% geschützten Daten und Applikationen, die mit einem Handgriff cloudnativ werden. In der realen Welt ist ein Rip-and-Replace-Ansatz mit erheblichen Kosten verbunden – ganz zu schweigen von möglichen umfangreichen Betriebsunterbrechungen. Aus diesem Grund verfolgen viele Unternehmen einen Ansatz mit einer schrittweisen Modernisierungsstrategie für Legacy-Applikationen. Ähnlich wie eine Renovierung ein altes Haus auffrischen kann, kann die Applikationsmodernisierung alternder Software neues Leben einhauchen und sie stärker an die aktuellen Geschäftsanforderungen und technologischen Fortschritte anpassen.
Warum die Applikationsmodernisierung für moderne Unternehmen so wichtig ist
In den letzten Jahren haben wichtige globale Ereignisse die Grenzen vieler Legacy-Systeme aufgezeigt. Die Probleme reichen von mangelndem Support über Sicherheits- und Compliance-Risiken bis hin zur Herausforderung, qualifiziertes Personal für veraltete Technologien zu finden. Moderne Unternehmen brauchen agile, cloudnative, Mobile-First- und KI-basierte Lösungen. Und hier ist ein strategischer Ansatz für die Legacy-Modernisierung von unschätzbarem Wert.
Legacy-Systeme bereiten mehr als nur Kopfschmerzen. In einigen Fällen verhindern sie sogar Innovationen und erschweren es, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Für jedes Unternehmen, das sich für den geschäftlichen Erfolg auf Technologie verlässt (und wer tut das heute nicht?), ist es fatal, in diesem Bereich ins Hintertreffen zu geraten.
Die Balance zwischen Legacy-Wert und modernen Anforderungen
Weil Legacy-Systeme oft weiterhin ihren grundlegenden Zweck erfüllen, besteht keine Notwendigkeit, diese Systeme vollständig zu verwerfen. Für einen strategischen Ansatz zur Legacy-Modernisierung müssen Sie feststellen, ob es möglich ist, den vorhandenen Wert weiter zu nutzen und gleichzeitig die Funktionalität so zu verbessern, dass moderne Anforderungen erfüllt werden.
Womit fangen Sie am besten an? Mit einer gründlichen Diskussion darüber, was Ihr Unternehmen braucht und was Ihr aktuelles Legacy-System Ihnen noch ermöglicht.
Wenn Ihr Core-System einen Mehrwert bietet, aber neue Zugriffe, Integrationen oder Touchpoints benötigt, können Sie es mit neuen Funktionen erweitern. Wenn Sie über eine Reihe von Systemen verfügen, die nicht gut integriert sind, können Sie diese Komponente für Komponente refaktorisieren – so schnell oder schrittweise wie nötig. Sollte Ihr Core-System, das auf Legacy-Software basiert, tatsächlich am Ende seiner Lebensdauer sein (in Analogie: das Haus kann nicht mehr repariert werden), dann können Sie es parallel mit denselben Daten neu aufbauen, sodass die Umstellung so nahtlos wie möglich verläuft.
Drei strategische Ansätze für die Applikationsmodernisierung
In den meisten Fällen kann der Modernisierungsprozess eine Kombination aus zwei oder sogar allen drei Ansätzen sein – einige Erweiterungen, etwas Refactoring und ein paar Neuerstellungen.
1. Bestehende Systeme erweitern
Wie bei der Aufrüstung von Fenstern in einem Haus geht es bei der Erweiterung von Core-Systemen darum, neue Schnittstellen und Funktionen einzuführen. Dies kann bedeuten, moderne Benutzeroberflächen in bestehende Enterprise-Applikationen zu integrieren oder eine bessere Datenzugänglichkeit und bessere Benutzererlebnisse auf webbasierten und mobilen Plattformen zu ermöglichen – oder auch beides. Die Erweiterung minimiert die Kosten und bewahrt die Kernfunktionalität Ihrer Legacy-Software.
Sie könnten beispielsweise eine Erweiterung für die Optimierung und Aktualisierung von Enterprise-Applikationen wie Salesforce oder SAP mit neuen Benutzeroberflächen und Frontends in Betracht ziehen, die auf Ihre aktuellen Systeme zugreifen. Dieser Schritt kann neue, angepasste Prozesse unterstützen und aktualisierte Benutzererlebnisse im Web und auf Mobilgeräten bieten. Sie können sogar Daten aus mehreren Aufzeichnungssystemen kombinieren oder Daten von einem isolierten System in ein anderes übertragen – ohne die Basis-Applikation zu beeinträchtigen. Und weil Sie nicht mehr mit den schwierigen Upgrades eines jahrelang angepassten Systems auf eine neue Version zu kämpfen haben, vermeiden Sie eine weitere Anhäufung technischer Schulden.
So hat Cengage sein CRM erweitert:

2. Refactoring für Flexibilität und Innovation
Beim Refactoring werden die Komponenten Ihrer vorhandenen Systeme getrennt und neu organisiert. Diese Legacy-Modernisierungsstrategie orientiert sich an modernen, agilen Methoden und bewegt sich in Richtung einer cloudzentrierten Microservices-Architektur. Refactoring ermöglicht schrittweise Innovationen, bei denen Legacy-Daten in neue Applikationen integriert werden, ohne das Backend-System zu beeinträchtigen.
Diesen Ansatz sollten Sie wählen, wenn es sinnvoll ist, soviel wie möglich von Ihrem Legacy-System beizubehalten und den Rest im Laufe der Zeit zu modernisieren. Der Vorteil beim Refactoring: Sie bewegen Ihre Systeme in Richtung einer agilen, cloudzentrierten Microservicesarchitektur, indem Sie neue „Composable Apps“ mit Teilen der alten Applikationen erstellen. Zudem beeinträchtigen Sie nicht das Backend-System, sondern verwenden einen API-Ansatz, um neue Applikationen zu erstellen. Dabei werden die Legacy-Daten neu zusammengeführt, um neue Systeme bereitzustellen.
Stellen Sie es sich so vor, als würden Sie ein Haus Raum für Raum renovieren oder eine Wand einreißen, um zwei Räume zu einem zu kombinieren. Sie können in Ihrem eigenen Tempo fortfahren, bis Sie alle erforderlichen Upgrades erreicht haben.
Brauchen Sie etwas Inspiration? Erfahren Sie, wie Green Cargo beim Refactoring vorgegangen ist.
3. Neuerstellung mit modernen Technologien
Wenn mit inkrementellen Verbesserungen nichts mehr zu erreichen ist, kann es an der Zeit sein, auf die Legacy-Modernisierung zu verzichten und das System neu zu erstellen. Eine Neuerstellung ist am sinnvollsten, wenn die Kosten für die Legacy-Instandhaltung die Kosten für einen Neuanfang übersteigen. (Stichwort: Lotus Notes.) In diesem Fall erstellen Sie neue Applikationen, die sich mit vorhandenen Daten verbinden und darauf zugreifen, um einen reibungslosen Übergang zu fortschrittlichen und effizienten Systemen zu gewährleisten.
Dies kann ein enormes Unterfangen mit komplexer Datenzuordnung und Migrationen sein – muss es aber nicht. Indem Sie die gleichen Hands-off-Techniken wie beim Erweitern oder Refactoring anwenden, bauen Sie neben Ihren vorhandenen Systemen eine voll funktionsfähige Applikation auf, die auf dieselben Daten zurückgreift. Dabei können Sie die App sogar neu konzipieren und Verbesserungen umsetzen, indem Sie die optimierten Geschäftsprozesse, die Automatisierung, die Flexibilität und die Mobilität integrieren, die ein modernes Unternehmen benötigt.
Lesen Sie, wie Sarawak Energy sich von seinen Legacy-Systemen befreit hat.
App-Modernisierung mit Low-Code
Die Modernisierung von Legacy-Systemen muss niemandem den Schlaf rauben. Low-Code-Plattformen wie OutSystems bieten einen flexiblen und effizienten Weg zur Modernisierung und zu einem nahtlosen Übergang. Sie erleichtern die Implementierung der oben genannten Ansätze und ermöglichen es Unternehmen, Legacy-Applikationen im gewünschten Tempo und mit reduzierter Komplexität aufzufrischen oder zu aktualisieren.
Modernisieren Sie Applikationen mit OutSystems
Wenn Sie mehr über die Vorgehensweise anderer Unternehmen wissen möchten, laden Sie unser E-Book „E-Guide für IT-Leiter zur Modernisierung von Legacy-Systemen“ herunter. Darin erfahren Sie, wie führende Unternehmen ihre Legacy-Systeme erfolgreich modernisiert haben, indem sie sie mithilfe einer Low-Code-Entwicklungsplattform erweitert, refaktorisiert oder neu erstellt haben.
Ihr altes CRM- oder ERP-System und Ihre Legacy-Datenbank werden nicht besser – es sei denn, Sie sorgen dafür. Beginnen Sie noch heute mit der Entwicklung einer effektiven Strategie zur Modernisierung von Legacy-Applikationen.
Tony Ollivier
Tony Ollivier ist Product Marketing Manager für die Applikationsmodernisierung bei OutSystems. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Organisationen des öffentlichen und privaten Sektors auf der ganzen Welt und war zuvor bei Apple, IBM und Microsoft tätig. Er lebt mit seiner Frau in Vancouver, Kanada. In seiner Freizeit verbringt der publizierte Romanautor so viel Zeit wie möglich im Freien in der Wildnis von British Columbia.
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