Wie Bosch eine Digital Factory aufbaut und Schatten-IT eliminiert
Bosch, eines der international führenden Engineering- und Technologieunternehmen, hat die OutSystems-Plattform eingeführt, um Business- Anforderungen besser zu unterstützen, die Applikationsbereitstellung zu skalieren und unkontrollierte Schatten-IT zu eliminieren.
Innerhalb von vier Jahren hat das Unternehmen eine Digital Factory mit über 400 aktiven Entwicklern aufgebaut und über 500 Applikationen bereitgestellt, die die eigene Digitalisierung vorantreiben.
500+
Produktive Apps24.000+
OutSystems-Endanwender in den letzten 12 Monaten400+
aktive EntwicklerEntdecken Sie OutSystems
Die Herausforderung
Das Risiko von Schatten-IT
Als einer der größten Namen im Engineering-Bereich verfügt Bosch über eine große IT-Abteilung. Mit über 11.000 Mitarbeitern liefert diese Einheit die meisten internen Apps des Unternehmens. Das IT-Team arbeitete jedoch mit einem begrenzten Budget. Dadurch wurden Anfragen mit einem höheren Return on Investment grundsätzlich zuerst bearbeitet.
Das Problem dabei: Einige Geschäftsbereiche, die es leid waren, auf die benötigten Lösungen zu warten, begannen damit, Applikationen in Eigenregie zu entwickeln – ohne die Unterstützung und Aufsicht der zentralen IT.
„Von Zeit zu Zeit fand die zentrale IT frankensteinartige Schatten-IT-Lösungen wie große Excel-Tabellen voller Makros ohne richtigen Wartungsplan“, erinnert sich Elton Escaleira, IT Product and Service Owner.
Eine der Engineering-Geschäftseinheiten war sich der Sicherheitsrisiken bewusst, die dieser Ansatz mit sich brachte. So entstand der Vorschlag, Low-Code zu verwenden, um Business-Anwendern die Autonomie zu geben, die benötigten Apps auf eine strukturierte Art und Weise zu erstellen, die von der IT unterstützt wird.
„Wir haben uns für OutSystems entschieden, nachdem ein professioneller Entwickler und ein Business-Anwender im Rahmen eines POC eine Lösung für Fehlerberichte erstellt haben. Die App war ein solcher Erfolg, dass wir sie bis heute nutzen.“
Elton Escaleira IT Product und Service Owner
Bosch
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Die Lösung
Eine einfach zugängliche App-Entwicklung
„Citizen Developer“ ist bei Bosch jeder, der außerhalb der zentralen IT Apps entwickelt. Die meisten Citizen Developer haben einen MINT-Hintergrund (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Das heißt: Auch wenn sie keine Experten für die Entwicklung von Web- oder mobilen Apps sind, sind sie mit logischem und analytischem Denken vertraut.
Für den Erfolg des Projekts hat sich Bosch auf drei Schlüsselbereiche konzentriert:
- Enablement: Bosch bietet wöchentliche Schulungen an, um Mitarbeiter zu OutSystems Power-Usern zu machen. Zudem hat das Unternehmen eine exklusive Plattform-Sandbox erstellt. Hier können Business-Technologen OutSystems ausprobieren und sich mit der Plattform vertraut machen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch Consulting-Services mit professionellen OutSystems-Entwicklern an, um Citizen Developer weiter zu unterstützen.
- Plattform-Governance: Das Unternehmen hat eine Entwicklungsumgebung auf dem OutSystems Service Studio aufgebaut, sodass Business-Anwender eine vereinfachte Version der vorkonfigurierten IDE der Plattform erhalten. Sie enthält eine Reihe von Vorlagen und Layouts, die direkt genutzt werden können.
- Wiederverwendbare Komponenten: Diese OutSystems-Anwender haben Zugriff auf vorgefertigte, getestete Komponenten der zentralen IT. So können sie innerhalb kurzer Zeit Apps erstellen, die den Bosch-Standards entsprechen.
Ein Low-Code Center of Excellence kümmert sich zudem um Themen rund um die Plattform-Infrastruktur und Lieferantenbeziehungen, damit alle Richtlinien von Bosch eingehalten werden. Innerhalb dieses Teams hat Bosch auch ein Customer Loyalty Team eingerichtet, das zusätzliche Unterstützung bei der Entwicklung anbietet.
Juliane Ludwig, Tribe Lead Automation and Low-Code Platforms, erklärt: „Wenn Business-Anwender nicht die Zeit haben, die benötigten Apps zu erstellen, oder die Erstellung zu komplex ist, können sie eine Anfrage an unsere Factory stellen und ein Team professioneller Entwickler erstellt die App für sie. Dieser Ansatz ermöglicht eine bessere Kontrolle und Governance über die Tools, die Business-Anwender nutzen, und geht zugleich genau auf ihre Anforderungen ein.“
„Unser leidenschaftlichster ,Citizen Developer‘ ist ein pensionierter Bosch-Ingenieur, der als Berater zurückgekommen ist. Er ist 70 Jahre alt und hat eine Reihe von Applikationen entwickelt, von denen manche in mehreren Abteilungen eingesetzt werden.“
Elton Escaleira IT Product und Service Owner
Bosch
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Von Business-Anwendern zur professionellen Entwicklung mit Low-Code
Nachdem Bosch die Errungenschaften dieses Programms gesehen hatte, zog das Unternehmen OutSystems auch für die zentrale IT in Betracht. Doch zunächst musste es seine Sorgfaltspflicht erfüllen.
In diesem Zusammenhang hat Bosch erst einmal seine OutSystems-Lizenzierung aktualisiert, um professionellen Entwicklern eine dedizierte Umgebung zu bieten, die vom Playground der Business-Technologen abgegrenzt ist und für eine klare Trennung der beiden Gruppen sorgt.
Daran anschließend hat das Team von Elton Escaleiras eine Vielzahl von einfachen bis komplexen Anwendungsfällen getestet und mehrere zentrale Komponenten, Vorlagen und Integrationen zu den Core-Systemen des Unternehmens erstellt, um auch professionelle Entwickler zu überzeugen.
„Die professionellen Entwickler sehen, dass OutSystems viele der eher langweiligen Aspekte automatisiert. Während die Integration in Core-Systeme mit traditioneller Entwicklung Wochen oder sogar Monate dauern kann, erfordert sie mit OutSystems nur wenige Klicks. Der Wert ist für sie klar erkennbar“, erklärt Elton Escaleiras.
„Ich komme aus der SAP-Entwicklung. Dinge, für die ich früher ewig gebraucht habe, wie die Implementierung von Dropdown-Feldern mit dynamischem Inhalt, sind in OutSystems ganz einfach umsetzbar. Das hat mich überzeugt.“
Elton Escaleira IT Product und Service Owner
Bosch
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Ergebnisse
4 Jahre, 500 Apps – Tendenz steigend
In vier Jahren hat Bosch über 1.300 OutSystems Power-User geschult, von denen mehr als 400 die Plattform aktiv nutzen. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monaten konnte Bosch durchschnittlich 24.000 Applikationsanwender verzeichnen.
„Allein 2023 haben wir über 1.000 Mitarbeiter auf OutSystems geschult. Das zeigt, wie schnell sich die Nutzung der Plattform skalieren lässt.“
Juliane Ludwig Tribe Lead Automation and Low-Code Platforms
Bosch
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Bisher hat das Unternehmen über 500 Applikationen bereitgestellt (einschließlich kleinerer Apps in größeren Projekten).
Einige Beispiele sind:
Bei einer dieser Apps hat Bosch die Kosten für die Entwicklung mit OutSystems den Kosten für die Entwicklung mit .NET oder Java gegenübergestellt. Die traditionelle Entwicklung würde 480 Tage dauern und 144.000 Euro kosten (bei 300 €/Tag pro Entwickler). Mit OutSystems war das Projekt in nur 120 Tagen abgeschlossen und kostete 36.000 Euro.
Valério Matias, Group Manager von Low-Code-Experten fasst es so zusammen:
„OutSystems ist ideal, wenn wir schnell und flexibel entwickeln müssen. Es ermöglicht uns, Applikationen direkt zu erstellen, statt sie für zwei Jahre in den Backlog zu schieben. Das ist der größte Vorteil der Plattform: die Möglichkeit, nicht nein sagen zu müssen.“
Valério Matias Group Manager von Low-Code-Experten
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